Alltag

Meine Woche 26 // Heile Heile Segen – ewiger Regen

Montag:

Ich habe dem Jungen den Pony geschnitten. Zum Glück hat er ein hübsches Gesicht.

Dienstag:

Seit Wochen regnet es in Berlin. Der Hund will nicht raus und muss für jede Pipirunde vor die Haustür geschleift werden.

Also, dem Kind Regenhose und Gummistiefel anziehen (ein Taucheranzug wäre angemessener gewesen) und ab nach draußen. Es schüttet, der Regen rinnt von meiner Jacke auf die Hose und ich merke wie das Wasser im Schuh ankommt. Es ist einfach nur ekelhaft.

Was ich dem Lütte sagte: „Bleib bitte kurz stehen, ich muss den Charly anleinen!“
Was der Lütte versteht: „Nimm Anlauf und spring in die Riesenpfütze mit schwimmendem Müll!“
„Platsch“, das Grinsen in seinem Gesicht lässt mich ganz kurz dieses miese Wetter vergessen, bevor ich genervt feststelle, dass meine Jeans bereits völlig vollgesaugt ist und Juniors Pfützenwasser eine dezente Güllenote trägt.

Während ich damit beschäftigt bin, den Hund Meter für Meter von der Türschwelle wegzuzerren -ohne einen Anruf von WWF „Tiere in Not“ zu bekommen- befinden wir uns bei Teil 536 „Sätze, von denen ich nie gedacht habe, dass ich sie mal sagen werde!“ Heute:

„Lass die ekelige Nacktschnecke sofort fallen!“

Mittwoch:

Sonne, Sonne, Sonne! Endlich wieder Sonne – und was passiert mir? Anfängerfehler!

Eine Mutter, der erst auf dem Spielplatz einfällt, dass das Kind noch ein bisschen Sonnencreme vertragen könnte. Tadaa, fertig ist das Kinderschnitzel!

Donnerstag:

Mittlerweile kann ich unseren Umzug kaum noch erwarten. Die Lust auf Neues, die Lust auf Ruhe, die Lust auf Familie trotz oder gerade wegen all dem Irrsinn, der damit verbunden ist. Die letzten Wochen sind hart und eine ordentliche Portion Hormone spielt mir gerade einen Streich. Ich bin empfindlich, ich bin müde. Der Sohnefratz schläft momentan sehr unruhig. Wir waren schon mal bei „alleine einschlafen“ und „durchschlafen“!

Game over – begib dich zurück zum Start und beginne von vorne

Momentan sitze ich wieder abends händchenhaltend am Bett und schlafwandle 1-2 Mal pro Nacht ins Kinderzimmer. Ich könnte im Stehen schlafen, was angesichts der Tatsache gar nicht so schlecht wäre, denn der kleine Junge entfaltet morgens ab 5 Uhr seine wahre Größe im Familienbett. Der kleine Prinz misst 2m x 2,20m.

Einmal wieder ins Bett gehen, die Augen schließen und sie erst wieder öffnen, wenn sie von alleine aufgehen und die Uhr eine zweistellige Zahl zeigt! #vielleichtin18jahren

Momentan bleibt mir nur Juniors Kitazeit, um den Haushalt zu schmeißen und sowohl Kisten als auch meine Müdigkeit zu packen. Dinge zu sortieren und in Kartons zu verstauen -MIT Kind- ist sowieso so sinnlos wie Zähneputzen mit Nutella.

Am Ende reicht es dann aber doch noch für eine Tasse Kaffee, ganz für mich alleine und ein paar Minuten Ohren-Kraulen für den Hund.

Freitag:

Zum Schluss gibts noch ein Schwangerschaftsupdate. Mich hat es ja fast von der Couch geschmissen, als ich bei google „Schwangerschaftswoche berechnen“ eingebe und feststelle, dass ich schon in Woche 18 bin. Tatsächlich muss ich gestehen, dass ich vieles in der zweiten Schwangerschaft hinten anstelle. Zeit für Schwangerschaftsyoga bleibt höchstens beim Essensreste-unterm-Tisch-rauswischen, gefolgt von Dreirad-Weittragen und die Session wird abgerundet vom abendlichen Schmuse-Toben mit dem Räuberjungen und dem Räuberhund. Alles zum Thema Hebamme, Krankenhaus und Geburt muss noch bis nach dem Umzug warten und ansonsten muss ich mich oft selbst daran erinnern, mal das Bäuchlein einzuölen und die Füße hochzulegen. Langsam beginnen wir damit dem Sohnemann zu erklären, dass in Mamas Bauch ein Baby wächst. Das Ergebnis, bei jeder Gelegenheit hebt er sein Shirt hoch, zeigt mit dem Finger auf seinen Bauch und ruft „Baby!“. Hier gibt es wohl noch Verbesserungspotential.

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