Alltag

Meine Woche 43 // Babyupdate und die Antwort auf „warum Diäten was ganz magisches haben“

Die Wohnung ist so sauber und der letzte Blogbeitrag ist schon wieder ewig her, man könnte meinen das Internet war die letzten Wochen kaputt…

Shame on me. Schon wieder habe ich mich so lange nicht gemeldet. Aber ein schickes „alles easy, alles hübsch, alles stylo“ – Bild ist einfach viel schneller auf Instagram hochgeladen, als ein Beitrag mit Hirnanstrengung. Vor allem, weil mein Hirn gerade nicht so wirklich funktioniert. Der Grund? Ich habe Hunger! Ich bin echt nicht der Diät-Typ und auch nicht der Sporttyp, aber nach Kind Nr. 2 und ohne Stillen, musste jetzt doch eine Lösung her, um im Sommer nicht die Sandkastenabdeckung als Bikini nutzen zu müssen. 

10 Wochen – 10 Kilo. Das wird bestimmt ne coole Zeit, dachte ich. Ich Depp.

Oh man, warum tut man sowas? Und vor allem, warum erzählt man sowas? Wenn ich jetzt nicht in 10 Wochen wie Kaia Gerber aussehe, lachen mich doch alle aus. Nun gut, Schönreden ist ja eh nicht so mein Ding. Letztens beim Grillen meinte eine Freundin zu mir: „Sag mal, aber das mit dem Kinderhaben, das hat auch schöne Seiten, oder? Immer wenn ich mich mit Eltern treffe, hört man wie anstrengend alles ist!“. Ok, ich gebe an dieser Stelle mal Entwarnung – ja, es gibt auch schöne Momente…zum Beispiel abends ab 20 Uhr – buhu! 

Girls, man merkt, ich hatte heute wieder einen Mama-von-Zwei-mit-Hund-und-Haushalt-und-keiner-hört-auf-mich-Tag!

Ich würde mich jetzt am liebsten mit einem großen Glas Wein und einer Tafel Schokolade auf die Couch schmeißen und Topmodel schauen – welch Ironie! Stattdessen mache ich die Küche sauber und überlege zum 100sten Mal, ob ich die angebissene Milchschnitte, die da traurig vom Tisch zu mir aufsieht, nicht doch einfach schnell essen sollte. Ist doch eigentlich schade um das Teil … Hallo, ich bin Saskia, Woche 2, Tag 1 vom Abnehmprogramm. Na Bravo!

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Leute, na klar! Natürlich ist es großartig Kinder zu haben, es ist Gefühlsdoping aber legaler! Und auch wenn die Meinungen, Geschmäcker und Vorstellungen von meinem zweijährigen Sohn nicht weiter von meinen eigenen entfernt sein könnten und Diskutieren oft vertane Lebensmühe ist, man ist plötzlich zufrieden, zutiefst zufrieden! Natürlich ist es anstrengend, natürlich ist man müde, natürlich muss man sich hier und da auskotzen, aber ehrlich gesagt, das ist es alles so wert!

Darauf einen Schnaps!

Oder so ähnlich. Mein letzter ist übrigens erst ein paar Wochen her. Mädelsabend, in guter Gesellschaft und nach zwei Gläsern Wein und einem Schnaps trällerte ich, mit Tränen in den Augen (vor Lachen, by the way), die Kinderlieder CD vom DM nach, die es vor ein paar Monaten gratis zur 100sten gekauften Windelpackung gab. Und alle Muttis am Tisch stiegen mit ein. Yayyyy. 

 

Aber auch sonst geht es uns allen gut. Mit dem Großen bewegen wir uns irgendwo zwischen windelfrei Teil 148 (draußen exakt neben die Hundemarkierungen pinkeln) und Eminems Erzählrythmus. Außerdem die Klassiker „Mama, kann das Baby nicht einfach immer bei Oma schlafen?“, „Mama, ich mag nicht schlafen; wenn ich meine Augen zumache, dann sehe ich ja gar nichts mehr!“, oder auch der Moment wenn ich sage: 

„Bitte nur die Blumen gießen!“ Und der Sohn versteht: 

„Quatsch machen, die Gießkanne über Pullover und Hose schütten, stolpern, sich längs ins Blumenbeet legen und so lange wälzen und liegen bleiben, bis Wasser, Erde und der Sohn miteinander verschmolzen sind“. 

Auch einer meiner Lieblinge, wenn das Kind um 18:52 Uhr, 5 Minuten vor Ankunft, im Auto einschläft und dann um 21:15 der Blockbuster „Mama, ich bin gar nicht müde!“ läuft.

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Baby J ist mittlerweile 5 Monate alt, es wird sich gedreht, gesabbert, gequiekt, gelacht und bei manchen Windelfüllgeräuschen weißte direkt: Kind inne Wanne, Dampfstrahler aus der Garage holen und die Klamotten am besten verbrennen.

Seit ein paar Wochen probieren wir es mit der Beikost und ich überlege mich als Designerin für Muddi-Klamotten selbständig zu machen. Meine Kollektion besteht aus Shirts in den Farben: Spuckweiß, Spinatgrün und Karottenpastell. Ich frage mich jedes Mal im Supermarkt, wer die Gläschen Blaubeer-Pflaume kauft, das kriegste doch nie wieder raus?! Bei uns ist Breiessen auf jeden Fall vergleichbar mit Bob Ross auf einem ganz üblen Trip. 

Oh, und auch noch gut ist sein Interesse an knisternden Büchern. Wenn ich ihn mir so ansehe, mit welcher Leidenschaft er das Buch durchspeichelt, überlege ich in meinem Hungerwahn glatt, ob mir vielleicht all die Jahre etwas entgangen ist. Auf jeden Fall gibt die Redewendung „ein Buch verschlingen“ endlich Sinn!

Zu guter Letzt noch mein Lieblingsthema: Schlafen.

Wie beneide ich doch alle Muttis, die mir mit einem ausgeschlafenen Grinsen verkünden, dass ihre Kinder schon ab Woche 2 durchgeschlafen haben. Ach, was sag ich, schon als Keimling! Herzlichen Glückwunsch!

Manchmal glaube ich, meine Kinder stammen vom Duracell Häschen ab. Wer sagt, er hat wie ein Baby geschlafen, der hat schlicht und ergreifend einfach wohl keins. Oder zumindest nicht meins.

 

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