3 Mal Südafrika Routen mit Kindern



Zum dritten Mal Südafrika – und wieder völlig verliebt
Es gibt Reiseziele, die man einmal besucht und danach das Gefühl hat, alles gesehen zu haben. Und dann gibt es Südafrika.
Dieses Jahr waren wir bereits zum dritten Mal dort – und trotzdem hat sich die Reise wieder komplett anders angefühlt als die beiden davor. Vielleicht ist genau das der Grund, warum wir immer wieder zurückkehren. Südafrika überrascht uns jedes Mal aufs Neue. Egal wie oft wir schon dort waren, es gibt immer noch Orte zu entdecken, neue Begegnungen und Momente, die uns sprachlos machen.
Warum wir immer wieder nach Südafrika reisen
Unsere erste Reise nach Südafrika hatte einen ganz persönlichen Hintergrund: Ein Teil meiner Familie ist dorthin ausgewandert. Damals wollten wir sie besuchen und das Land kennenlernen. Dass daraus einmal eine echte Liebesgeschichte werden würde, hätten wir nie gedacht.
Schon nach den ersten Tagen war klar, dass Südafrika genau die Art von Reiseziel ist, die wir lieben. Kaum ein anderes Land vereint so viele unterschiedliche Landschaften und Erlebnisse auf einmal. Morgens kann man am Strand spazieren, mittags Wale beobachten, nachmittags durch Weinberge fahren und am nächsten Tag auf Safari gehen. Dazu kommen die herzlichen Menschen, das besondere Licht und dieses Gefühl von Freiheit, das uns jedes Mal sofort entschleunigt.
Für uns ist Südafrika deshalb wie eine All-inclusive-Reise für Entdecker – nur eben ohne Hotelbuffet. Stattdessen wartet hinter jeder Kurve etwas Neues.



Unsere dritte Südafrika-Rundreise
Auch diesmal wollten wir möglichst viele unterschiedliche Regionen erleben. Unsere Route führte uns von Simon’s Town entlang der Whale Coast über die Route 62 nach Sanbona, weiter in die Winelands rund um Paarl, anschließend nach Paternoster und schließlich zurück auf die Kap-Halbinsel.
Mit jeder Reise wird uns deutlicher, dass Südafrika vor allem eines ist: ein perfektes Roadtrip-Land. Man bleibt nie lange an einem Ort, weil sich die Landschaft ständig verändert. Hinter jeder Kurve sieht alles wieder anders aus und genau das macht den Reiz aus.
Simon’s Town – ein unterschätzter Startpunkt
Unsere Reise begann in Simon’s Town, etwa eine halbe Stunde von Kapstadt entfernt. Für uns ist dieser Ort viel mehr als nur ein Zwischenstopp auf dem Weg zum Kap der Guten Hoffnung.
Gerade Familien finden hier eine entspannte Atmosphäre und wunderschöne Strände. Das Wasser ist etwas wärmer als an vielen anderen Stellen rund um Kapstadt und tatsächlich kann man hier sogar gut baden. Natürlich gehören die Pinguine am Boulders Beach zu den bekanntesten Attraktionen, aber mit etwas Glück begegnet man ihnen auch an anderen Stellen ganz unverhofft.
Wir haben die ersten Urlaubstage genau so verbracht, wie wir es lieben: möglichst viel draußen, am Meer und ständig auf der Suche nach dem nächsten kleinen Abenteuer.



Quadfahren, Fatbikes und unvergessliche Erlebnisse
Für unsere Jungs gehörten die Ausflüge mit Abstand zu den größten Highlights der Reise. Bei der Quad-Tour ging es über staubige Wege direkt an der Küste entlang, während uns hinter jeder Kurve ein neuer Ausblick erwartete.
Mindestens genauso viel Spaß machte die Fatbike-Tour durch die Dünen. Mit den breiten Reifen sausten wir die Sandhügel hinunter, während unser Guide immer wieder spannende Geschichten über die Natur und Tierwelt der Region erzählte.
Genau solche Momente bleiben uns lange im Gedächtnis. Nicht das schönste Hotelzimmer oder das perfekte Foto, sondern die gemeinsamen Erlebnisse, über die wir noch Monate später sprechen.
Rivergate Guest Farm – einer dieser besonderen Orte
Von Simon’s Town ging es weiter zur Rivergate Guest Farm. Schon kurz nach unserer Ankunft passierte etwas, das wir so schnell nicht vergessen werden: Ein kleines Eselfohlen wurde geboren.
Allein dieser Moment hätte den Aufenthalt schon besonders gemacht. Aber auch die Farm selbst war genau die Art von Unterkunft, die wir lieben. Alles wirkte persönlich und entspannt. Hühner, Alpakas und Esel liefen frei über das Gelände, morgens stand ein liebevoll gepackter Frühstückskorb vor unserer Tür und schon nach kurzer Zeit fühlte es sich an, als wären wir nicht nur Gäste, sondern wirklich angekommen.




Safari Nummer drei – und trotzdem wieder Gänsehaut
Obwohl es bereits unsere dritte Safari war, hat sich die Magie kein bisschen verändert.
Wie schon bei unserer letzten Reise zog es uns ins Sanbona Wildlife Reserve. Besonders mögen wir dort die Kombination aus ursprünglicher Natur und einer sehr persönlichen Atmosphäre. In der White Lion Lodge sind nur wenige Gäste gleichzeitig untergebracht, wodurch sich alles angenehm ruhig anfühlt.
Was Sanbona für uns aber wirklich besonders macht, sind die Ranger. Sie fahren nicht einfach nur von Tier zu Tier, sondern erklären Zusammenhänge, lesen Spuren und erzählen Geschichten über die Tiere und ihren Lebensraum. Dadurch wird eine Safari plötzlich viel mehr als nur die Suche nach den Big Five.
Und trotzdem gibt es immer wieder diese Momente, in denen man einfach verstummt. Wenn plötzlich ein Löwe nur wenige Meter entfernt steht und einen direkt ansieht, spielt es keine Rolle mehr, ob es die erste oder die dritte Safari ist.
Paarl – zwischen Weinbergen und gutem Essen
Nach den wilden Landschaften rund um Sanbona wurde es etwas ruhiger. Die Winelands rund um Paarl gehören für uns zu den schönsten Regionen Südafrikas.
Sanfte Hügel, beeindruckende Weingüter und fantastische Restaurants prägen die Landschaft. Selbst wer keinen Wein trinkt, sollte diese Gegend nicht auslassen. Allein die Kulisse und die entspannte Atmosphäre machen sie zu einem perfekten Zwischenstopp.
Paternoster – wunderschön, aber überschaubar
Paternoster stand schon lange auf unserer Wunschliste. Das kleine Küstendorf mit seinen weißen Häusern und den gemütlichen Restaurants ist wirklich wunderschön und strahlt eine unglaubliche Ruhe aus.
Genau deshalb würden wir aber auch sagen: Zwei Nächte reichen völlig aus. Wer einfach abschalten, gut essen und am Meer spazieren möchte, wird den Ort lieben. Wer dagegen viel erleben möchte, sollte ihn eher als kurzen Zwischenstopp einplanen.





Kapstadt bleibt einfach etwas Besonderes
Und dann war da natürlich wieder Kapstadt.
Es gibt nur wenige Städte, die uns jedes Mal aufs Neue so begeistern. Vielleicht liegt es an der einmaligen Kombination aus Bergen, Meer und Großstadt. Vielleicht an den kleinen Cafés, den Stränden oder dem besonderen Licht.
Wahrscheinlich ist es am Ende die Mischung aus allem. Kapstadt hat einfach eine Atmosphäre, die man schwer beschreiben kann. Man muss sie selbst erleben.
Würden wir wiederkommen?
Die Antwort ist ziemlich einfach.
Jederzeit.
Denn Südafrika ist für uns längst mehr als nur ein Reiseziel. Es ist ein Land, das uns immer wieder überrascht, begeistert und berührt. Und genau deshalb wissen wir schon jetzt: Das war ganz sicher nicht unsere letzte Reise.




12-tägige Südafrika-Rundreise – Route 3
- Tag 1–3: Kapstadt & Simon’s Town – Dragonfly Heritage Cottage (2 Nächte)
- Tag 3–5: Whale Coast – Rivergate Guest Farm (2 Nächte)
- Tag 5–6: Sanbona Wildlife Reserve – White Lion Lodge (1 Nacht)
- Tag 6–8: Winelands (Paarl) – Adara Boutique Hotel (2 Nächte)
- Tag 8–10: Paternoster – Abalone Hotel (2 Nächte)
- Tag 10–12: Kapstadt (Tamboerskloof) – Hui Apartment by African Twist Travel (2 Nächte)
14-tägige Südafrika-Rundreise – Route 2
- Tag 1–4: Kapstadt (Hout Bay) Privat bei meiner Tante gewohnt
- Tag 4–6: Kagga Kamma (Cederberge)
- Tag 6–8: Botlierskop Private Game Reserve (Safari)
- Tag 8–10: Boschendal Wine Estate (Franschhoek)
- Tag 10–14: Kapstadt (Tamboerskloof) Airbnb
14-tägige Südafrika-Rundreise – Route 1
Dazu gibt es auch einen Blogpost hier.
- Tag 1–4: Kapstadt (Tamboerskloof) La Grenadine B&B
- Tag 4–6: Sanbona Game Reserve (Safari)
- Tag 6–8: Montagu Jonkmanshof B&B
- Tag 8–10: Bosjes Guest House
- Tag 10–14: Kapstadt (Noordhoek) Airbnb


