Reisen ohne Baby

Mit dem Rucksack auf Bora Bora

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Wer auf Bora Bora das gewisse Etwas sucht und nicht wie der „08/15-Tourist“ in einem der zahlreichen Wasserbungalows nächtigen will, der ist bei Besitzer Nir in der Rohotu Fare Lodge genau richtig. Eine kleine Vier-Bungalow-Anlage, eingebettet in dichte Vegetation und im Schatten des legendären Berg Otemanu. Es scheint, als hätte Nir sein eigenes Paradies erschaffen und so ist es auch. Wie einst Autor Somerset Maugham schrieb: „Manche Menschen wurden aus irgendwelchen Gründen an Orten geboren, an denen sie sich wie ein Ausländer fühlen, (…) und die Straßen ihrer Kindheit sind nur ein Durchgang, um ein neues Zuhause zu finden.“ So oder so ähnlich muss es Nir ergangen sein. Vor über dreißig Jahren und noch lange vor dem Internet-Zeitalter, als Backpacken noch hieß unbekannte Wege zu gehen, um ein wirkliches Abenteuer zu erleben, verließ Nir seine Heimat Israel. Seine erste Station waren die Fidschis. „Nie werde ich das Jahr auf Fidschi vergessen. Es war, als wäre man auf einer Zeitreise in das 19. Jahrhundert zurückgekehrt.

Ohne Elektrizität, ohne fließendes Wasser lebte er als einziger Weißer unter den Einheimischen am Strand

Nach einem Jahr zog es Nir weiter und so reiste er durch Indonesien, Australien und die USA mit nicht mehr als einem Rucksack und der Entschlossenheit den Ort seiner Träume zu finden. Auf den Tahitian Islands wurde er schließlich fündig. „Es schien, als hätten sie meinen Namen gerufen!“, sagt Nir, der nun seit 27 Jahren auf Bora Bora lebt. Er arbeitete hart in kleinen Anlagen auf der Insel und sparte jeden Cent (keine einfache Aufgabe auf Bora Bora), um sich ein Stück Land zu kaufen und sein paradiesisches Zuhause zu bauen. 2005 eröffnete er schließlich die Rohotu Fare Lodge.

Wunderschöne Schnitzereien, Kunst aus aller Herren Länder, ein einzigartiger Blick und eine sehr herzliche Gastfreundschaft – das alles macht die Rohotu Fare Lodge aus. „Alle Ideen für die Bungalows stammen von meinen Reisen durch die tropische Welt.“

Ich wollte ein exotisches Versteck ganz nach meinen Vorstellungen errichten

Fast fünf Jahre hat Nir an seinem „Versteck“ gebaut. Es steckt so viel Liebe zum Detail in der Einrichtung, im Garten und in der Dekoration. Alles ist aus Stein und Teakholz. Die Dusche, eine lebensgroße Frauenskulptur aus Stein, aus deren Händen das Wasser fließt.

Auf Bora Bora hat man zwei Möglichkeiten: Man bucht die Honeymoon-Suite auf dem Motu (Riffinseln) oder man steht auf ein bisschen mehr Abenteuer und schläft in einem der „Budget“ Unterkünfte auf der Hauptinsel. Wobei „Budget“ in dem Fall auch nur ein relativer Begriff ist.

Auf der Insel herrschen Bora Bora-Preise

Selbst die Backpacker Unterkünfte kosten um die 200€ pro Nacht. Aber dafür ist man eben auch im Paradies. Die Nacht bei Nir kostet um die 220€. Inklusive ist ein reichhaltiges Frühstück, das auf die eigene Terrasse geliefert wird, mit Früchten aus dem Garten. Es stehen Fahrräder zur Verfügung, Nir shuttlet seine Gäste mit seinem legendären Land Rover (dessen Innenleben er selbst komplett aus Holz geschnitzt hat) und hilft gerne mit allem weiter. Mein Highlight waren die Sonnenuntergänge auf der Terrasse und das gemietete Boot, mit dem wir den ganzen Tag um die Insel geschippert sind und in der Lagune schnorchelten haben.

Do it!

http://www.rohotufarelodge.com

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