Alltag

Wie lernt mein Kind Fahrradfahren // 10 wichtige Dinge die man beachten sollte // woom bike im Test // *VIDEO

 

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„Jetzt kommt die kurz vor Weihnachten mit einem Fahrradlernbeitrag? Muss wohl der Schlafentzug sein! Oder sie ist eine der völlig euphorisch-bekloppten Mütter, die vor Stolz jedem ein Post it an den Gartenzaun pinnen würde, mit „Übrigens, mein Kind kann jetzt Fahrradfahren – Bääm!“.“

Tatsächlich hat das Fahrradfahren bei uns im Freundeskreis gerade die Runde gemacht. Viele der Kids wurden drei Jahre alt und plötzlich, so kurz vor rutschigem Laub und dem ersten Schnee, musste dann eben doch noch ein so, so dolle gewünschtes Fahrrad her. Muss ein Kind nur im Frühling oder Sommer Fahrradfahren lernen? Die Antwort ist nein! Fahrradfahren kann man immer lernen – wenn das Kind bereit dazu ist (und die Straßen vielleicht noch nicht ganz vereist sind :-)) 

Mein Sohn stand gefühlt die letzten 365 Tage auf seinem Laufrad. Üüüübbbberall mussten wir das Ding mitschleppen, egal ob dann damit gefahren wurde, oder Mutti es sich doch wieder nur beim Tragen in die Hacken hauen durfte. 

Eines Tages stand Papa, natürlich wiedermal als Hero der Nation, mit einem Fahrrad unterm Arm vorm Haus und ich sah mit meinem selbstgebastelten Kastanientierchen etwas alt aus. 

„Puh“, dachte ich. Papa lässt sich jetzt abfeiern und ich darf die nächsten Wochen in gebückter Haltung das Kind auf dem Fahrrad quer durchs Dorf schieben. 

Und während ich mich schon in Gedanken auf der Thaimassage-Pritsche liegen sah (*schmacht), steigt der Junge auf den Drahtesel und düst einfach los. 

Memo an mich „Neue Post it’s kaufen“!

Hier habe ich euch aber mal die 10 wichtigsten Punkte aufgeführt, die man beachten sollte: 

 

  1. Richtiges Fahrrad aussuchen

Erstmal muss die richtige Größe für dein Kind ermittelt werden. Stelle dein Kind mit dem Rücken an die Wand, Buch auf den Kopf, Strich an die Wand (natürlich an der Unterkante des Buches) und dann mit dem Maßband oder Zollstock die Größe des Kindes ermitteln. 

82 – 100 cm 12 Zoll (1,5 – 3 Jahre)
95 – 110 cm 14 Zoll (3 – 4,5 Jahre)
105 – 120 cm 16 Zoll (4 – 6 Jahre)
115 – 130 cm 20 Zoll (6 – 8 Jahre)
125 – 145 cm 24 Zoll (7 – 11 Jahre)

Das Rad muss gut passen, der Fahrradsitz sollte höhenverstellbar sein, am besten keine Gänge, das überfordert dein Kind (unter 6/7 Jahre). Wenn dein Kind vorher sehr sicher auf dem Laufrad war, würde ich von Stützen abraten und es gleich ohne versuchen. Ob Rücktrittsbremse oder Vorderbremse ist Geschmacksache und einfach Übungssache. 

  1. Richtige Helmgröße ermitteln 

Miss den Kopfumfang von deinem Kind. Dabei das Maßband etwa einen Zentimeter oberhalb der Ohren und Augenbrauen, über die Stirn, waagrecht um den Kopf legen.

0-3 Jahre: 44-52 cm
2-7 Jahre: 46-57 cm
5-12 Jahre: 52-60 cm
12-80+ Jahre: 52-65 cm

In Deutschland gibt es keine Helmpflicht für Kinder, in Österreich allerdings schon.

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  1. Safety first

Von Anfang an einführen, dass der Helm getragen werden muss! Wir haben das tatsächlich beim Laufrad etwas einreißen lassen, mit dem Ergebnis, dass er am Ende keinen Helm mehr getragen hat. Neuer fahrbarer Untersatz – neue Regeln! Bei uns wird nur mit Helm Fahrrad gefahren. 

    • Achtung löchrige Schuhe! Gerade am Anfang, wenn dein Kind noch nicht so sicher bremsen kann, wird gerne mit den Füßen gebremst. Wir haben uns damit gleich mal ein paar Schuhe vorne aufgeschrubbelt. 
    • Achtung baumelnde Jackenbänder: Immer drauf achten, dass nichts in den Speichen hängt!
    • Katzenaugen und Reflektoren am Fahrrad sind immer gut!
  1. Üben, üben, üben! 

Wer aber fleißig auf dem Laufrad zu Gange war, der bringt das nötige Gleichgewicht gleich mit. Erstmal auf Parkplätzen, unbefahrenen und ebenen Straßen starten. Achtung, die Kids können echt schnell werden :-)

    • Unbedingt Bremsen lernen! Erst auf der ebenen Straße, später auf kleinen(!) Hügeln.
  1. Vertrauen (anschubsen, nicht halten)
    • Ja, ich habe auch ordentlich geschwitzt beim ersten Mal! Kann das mein Kind? Bricht es sich gleich den Arm? „Oh, Achtung, schau nach vorne!“ 
    • Versuche dein Kind mit deiner Unsicherheit nicht verrückt zu machen. Und versuche es eher anzuschubsen und zu stabilisieren und es nicht auf dem fahrenden Rad zu halten. 
  1. Stürze 

…bleiben wahrscheinlich nicht aus. Positiv bleiben und nicht demotivieren. Vor allem das Kind zu nichts zwingen. Vielleicht ein paar Tage vergehen lassen und nochmal frisch starten. 

  1. Blick

Das schwerste für uns, war meinem kleinen Hans guck in die Luft beizubringen, nach vorne zu schauen. „Tzzz Mama, sind doch die Speichen, die tretenden Füße oder das herabfallende Blatt da rechts so viel spanender!“

  1. Verkehr

Seid ihr bereit für die Straße? Versuche deinem Kind ein paar Regeln beizubringen. Ampeln, Zebrastreifen, Kreuzung, Fahrradweg,… Wenn das Kind noch keine Verkehrsschilder kann, einfach eigene Rituale erfinden. Wir haben z.B. ein kleines Holzmädchen an der Kreuzung. Irgendwann haben wir angefangen, dass wir bei dem Mädchen stoppen, auf ihren gemalten Haargummi tippen und dann gucken, hören und noch mal gucken, ob ein Auto kommt. Mein Großer steht total auf dieses Ritual und meine Güte werde ich immer geschimpft, wenn ich den doofen Zopfgummi nicht richtig berührt habe! 

  1. Last but not least 

Die Fähigkeiten deines Kindes beachten und es zu nichts zwingen. Manche Kinder sind schon früher begeistert, angetan und körperlich in der Lage Fahrrad zu fahren, andere brauchen etwas länger. No worries, sie haben ja auch alle Laufen und Sprechen gelernt.

  1. Meine Empfehlung

Wir sind super happy mit den woom bikes. Ich habe kein Rad gefunden, das so leicht ist! 

Die Vorteile: 

  • Optik: Das Rad sieht einfach cool aus. Man hat die Auswahl zwischen fünf schönen Farben und der breite Lenker versprüht etwas BMX Style.
  • Funktion: Die Fahrräder sind für die kindliche Anatomie und Bedürfnisse maßgeschneidert. Mit den dicken Reifen kann man nicht nur gut auf der Straße cruizen, Feldweg, Wald, Schotterpiste – alles hat bestanden!
  • Gewicht: woom bikes sind 40% leichter als andere Kinderräder, was zum einen für dein Kind gut ist, zum anderen für dich, wenn man es wieder durch die Gegend tragen muss :-) 
  • Passform: woom bietet verschiedene Größen von ganz klein bis Teeny-groß (übrigens auch Laufräder!) 
  • Der Helm: Puh, das ist natürlich ein Unterschied wie Tag und Nacht! Ich war begeistert, als ich unsere schräg sitzende Nussschale gegen einen wirklich gut passenden und wesentlich sichereren woom Helm eintauschte. Der Helm lässt sich super leicht mit einem Magneten öffnen und verschließen, das ist kinderleicht, hält aber beim Sturz bombenfest. Er hat einen kleinen Sonnenschutz vorne und geht bis über die Schläfen. Das Beste ist, dass man ihn enger und weiter stellen kann, während er auf dem Kinderkopf sitzt. 
  • upCYCLING: Und dann hat man das perfekte Rad gekauft und zack, ist das Kind schon wieder einen Kopf größer. Beim Kauf des nächstgrößeren woom bikes und Rückgabe deines alten woom bikes gibt es 40 % des ursprünglichen Kaufpreises zurück. 
  • Das Gesicht hinter woom: Zwei Papas, die sechs Jahre lang an dem perfekten Kinderrad getüftelt haben. Ständiges Hinterfragen, Experimentieren und Optimieren direkt am Rad – der Aufwand hat sich gelohnt! 

Die Nachteile: 

  • Vielleicht der Preis. Je größer das Rad, desto höher natürlich der Preis (179€ – 519€). Hier kommt einem aber wieder die upCYCLING- Mitgliedschaft zugute und plötzlich reden wir über einen ganz anderen Preis!
  • Eingeschränkte Farben. Ich mag die Farbauswahl sehr. Schlicht, schön und chic. Wer aber auf Farbexplosion mit Einhörnern und Neonspritzer steht, der sucht hier vergebens. 

 

 

Werbung. Uns wurde unentgeltlich und unbeauftragt das woom bike zur Verfügung gestellt. Der Beitrag enthält meine freie Meinung und Produktempfehlung.

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