Alltag

Meine Woche 45 // Alleinerziehend auf Probe // Hilfe mein Kind schläft nicht // Kindermund

Processed with VSCO with a6 preset

Hallo aus dem Familienbett…ich versuche seit gefühlt zwei Wochen die Kinder ins Bett zu bekommen, eigentlich, seit mein Mann auf Geschäftsreise ist. Klappt so semi gut. Ich liege also im Familienbett, ein Kind schnarcht schon neben mir #yeah!! Dem anderen Kind kraule ich den Kopf und battle mich mit meinem Arm, wer von uns nun früher einschläft… Der Sohn macht leider nicht mit, bei der Wette.

9 Monate wir! Noch nie war es so anstrengend – noch nie war es so schön! Was mir in den letzten Monaten bewusst geworden ist:

Achtung leicht zu verwechseln:
Mutterglück – die unvergleichbare, selbstlose und tiefe Liebe zwischen einer Mutter und ihren Kindern.
Glück einer Mutter – wenn die Kinder abends 

vor 22 Uhr
ohne Trara
ohne 4 Liter Milch
und

ohne mich
einschlafen.

…oder aber seine Gummibärchen nicht teilen zu müssen.
Hey, man nimmt was man kriegt!

„Und immer wenn sie lachen, stirbt irgendwo ein Problem“

Mein größtes Problem ist nach wie vor der Schlafmangel. Seit 3 Jahren nun konstanter Begleiter. Meine Augen sehen morgens aus, wie verschrumpelte Auberginen und irgendwie ist kein Ende in Sicht. 

Mit dem Großen (mittlerweile fast 3 Jahre alt) haben wir schon alles durch. Die ersten Monate hieß es Bauch, Beine, Po – Doppel- oder gar Tripplefitnessstunde mit 8 kg Hantel. Kennt ihr Squats? Alter, ungefähr 300 davon, wippend mit Kind im Arm. Da war erstmal Schluss mit Po-Neid! Wer nicht länger traurig auf Kim Kardashian & Co. schauen will, der versucht es damit. Dem Sohn hat’s auch ganz gut gefallen, bis dann die bleib-am-Bett-sitzen-und-ja-nicht-atmen-bewegen-blinzeln-Phase kam. Nach dem Sport Marathon nicht so schlecht, allerdings schlief ich in 6 von 4 Malen selbst ein und konnte mich gerade noch halten, bevor ich vom Hocker fiel. Mit 1,5 Jahren dann der Durchbruch, der Sieg. Geschafft.

„Hallo, ich bin Mutter, habe das Kind ins Bett gebracht, danach noch einen Blockbuster geschaut, danach noch 8 Stunden geschlafen und morgens gingen die Augen auf, als die Straßenbeleuchtung schon aus war!“

In ya Face! 

Mein Mann und ich gaben uns regelmäßig ein überschwängliches High Five, wenn man nach geschlagenen 3 Minuten („Gute Nacht, schlaf gut, hier ist deine Milch, bis morgen!“) aus dem Kinderzimmer spazierte und der Supersohn tatsächlich alleine einschief UND durchschlief. 
Läuft, dachte ich. 
Ich Depp. 

Mittlerweile trägt er Night-Panties für 5 Jährige, macht sich seine Milch alleine, liest das Gute-Nacht-Buch mir vor, könnte womöglich morgen ausziehen – und trotzdem ist es jeden Abend ein Kampf. (Hey Zukunfts-J, wenn du das hier in 15 Jahren liest, bitte nimm mir das mit den Panties nicht übel! Du bist bestimmt ein saucooler Kerl und ich mittlerweile die peinliche Muddi die Panties braucht!) 

Und der Kleine? Hmm, Zähne, Wachstum. 

Auch hier ist das Thema „Schlafen“ immer noch nicht zu Ende diskutiert. Wenn ich unter einem Betthimmel mit Wolken und bunten Kranichen liegen würde, würde ich sofort einschlafen. Das Baby sieht das leider anders.

Und auch sonst ist das Baby-Update schnell formuliert: Der kleine, süße Mops kommt nachts bis zu fünf Mal um 60ml zu trinken. Er mag es Breze zu durchspeicheln, im Auto, Fahrradanhänger oder Kinderwagen rumzucruisen und die Spielsachen vom Großen zu inspizieren. Nicht super findet er: wenn die Supersachen nicht stattfinden.

Frühstück. Eine Mischung aus: wie oft kann ich meinen Finger in die Banane pressen, bis sie auch in jeder Ritze des Holztisches eine unlösbare Tagesaufgabe ergibt und „Schatz, was hältst du von einem dunkleren Farbton für die Küchenwand“?

Es gab also Marmeladenbrot und obwohl meine volle Aufmerksamkeit auf dem Gelee Brötchen und dem Jungen im beigen Strick liegt, ist es nur ein Wimpernschlag, meine Augen verfolgen für einen Bruchteil einer Sekunde eine kleine Fruchtfliege, die an meiner Nase vorbeifliegt. Verloren.

Aber hey, wir sind mittlerweile ein eingespieltes Team. Klar, es gibt Tage, da habe ich keine fünf Minuten für mich, Tage an denen ich einschlafe, ohne die Füße ins Bett zu heben, Tage an denen ich aufhöre zu zählen, wieviel Liter Kaffee ich in mich hineinschütte und Tage an denen ich unzählige Socken in jeder Größe wasche und sortiere. Gleichzeitig bin ich aber auch unendlich glücklich. Glücklich und dankbar, dass ich so viel mehr habe als Augenringe und Schnecken im Garten. Kinder! 

Processed with VSCO with fp8 preset

„Mama, wie heißt dein Busen?“
„Die haben keine Namen, wie heißen denn deine?“
„Helmut“
– und dann schwiegen wir wieder, bis der Aufzug oben ankam –

„Mama wo ist Papa?“
„Der ist in der Arbeit!“
„Warum?“
„Der muss Geld verdienen, damit wir schöne Dinge kaufen können!“
„Dann muss er aber richtig viel arbeiten“ 
– ich kann ihm nichts mehr beibringen – 

Schreibe mir gerne einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s